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FAQs - häufig gestellte Fragen

WAS KOSTET BARRIEREFREIES BAUEN?

Bei rechtzeitiger Vorausplanung ist barrierefreies Bauen kein Problem.

Dabei helfen die vier wesentlichen Punkte, die barrierefreies Wohnen erst ermöglichen:
1) Haus und Wohnung sollen eben sein – jede noch so kleine Schwelle kann zum Hindernis werden.
2) Auf die richtige Höhe achten, damit man in jedem Alter, aber auch aus jeder Lage (Bett, Rollstuhl) Lichtschalter, Griffe etc. erreichen kann.
3) Türen und Durchgänge in der richtigen Breite einplanen – damit man bequem durch jede Türe kommt, im Rollstuhl, mit Sack und Pack oder zu zweit, wenn man die Hilfe eines anderen Menschen braucht.
4) Der 150-cm-Kreis. Er garantiert ausreichend Bewegungsfreiheit in jeder Wohnsituation.

Das kostet (fast) gar nichts – außer ein wenig nachdenken:
• Funktionales Raumkonzept (Expertenberatung) – flexibel für die einfache Zusammenlegung oder Umgestaltung von Räumen
• Mehr Platz vor Türen, in Vorräumen, am Balkon, im Eingangsbereich: 150 cm Durchmesser der Bewegungsfläche
• Breitere Türen – Durchgangsbreite 80 bis 90 statt 70 cm
• Türdrücker gut greifbar – keine Drehknöpfe, die viel Kraft erfordern
• Bedienelemente wie Lichtschalter in gut erreichbarer Höhe von 85 bis 100 cm und 40-50 cm von der Ecke aus
• Bedienelemente gut tastbar – keine Sensortasten
• Sicherungskasten in erreichbarer Höhe von 85 bis 120 cm
• Zentrales Absperrventil in erreichbarer Höhe
• WC-Montagehöhe 46 bis 48 cm bzw. individuell angepasst, bei Verwendung eines Dusch-/WC-Rollstuhls die größere WC-Tiefe von 73 cm beachten
• Entscheidung für ein flaches Waschbecken – dann kann man sich auch im Sitzen waschen. Und ist es unterfahrbar, eignet es sich auch für Menschen im Rollstuhl. Dafür ist ein Unterputzsiphon nötig
• Rutschhemmende Bodenbeläge, keine losen Teppiche, eventuell kleinteilige
Fliesen (Mosaik) beim Duschplatz – der erhöhte Fugenanteil wirkt rutschhemmend
• Kontrastreiche Farbgestaltung
• Gute Ausleuchtung

Das verursacht geringe Mehrkosten:
• Vorbereitung für zusätzliche Sanitärinstallationen – wie zum Beispiel Duschinstallationen im Abstellraum, der mit dem WC zusammengelegt werden kann, oder Duschinstallationen in einem größeren WC im Erdgeschoss, in das nachträglich eine Dusche eingebaut werden kann
• Vorbereitung für zusätzliche Elektroinstallation – z. B. für den nachträglichen Einbau von Dusche, WC oder nachrüstbaren Wascheinrichtungen, Sicherheitstechnik, Kommunikation, Sensorik
• Passender Handlauf überall dort, wo Treppen sind – und zwar beidseitig; denn je nach Gehbehinderung braucht man den Handlauf beim Hinauf gehen links und beim Heruntergehen rechts und umgekehrt
• Fenster teilweise bis auf Bodenniveau gezogen, damit man im Sitzen oder Liegen auch hinaussehen kann (französische Fenster)
• Tür- und Fenstergriffe erreichbar und leicht bedienbar – 40-50 cm aus der Ecke situiert
• Balkon- und Terrassenübergänge ohne Schwelle
• Stabile Wandunterkonstruktion für Stütz- und Haltegriffe
• Breitere Gänge und Treppen von 120 cm

So entstehen höhere Mehrkosten:
• Planung von größeren Sanitärräumen
• Größerer Balkon oder Terrasse
• Raum für Liftschacht bereits im Neubau planen und ausführen, er kann in der Zwischenzeit als Abstellraum verwendet werden. Der spätere Lifteinbau ist dann kostengünstiger - denn massive Eingriffe, in die statische Konstruktion sind nicht mehr notwendig. Plant man ihn nicht von Anfang an ein, ist ein Lift nachträglich oft nicht mehr möglich. Beim Aufzug muss man neben den Herstellungskosten mit erhöhten Betriebskosten rechnen

Hier wird es richtig teuer, wenn nicht barrierefrei geplant wurde:
• Kein schwellenloser Zugang
• Zu wenig Platz im Bad und WC
• Fehlende oder nicht tragfähige Unterkonstruktion beim WC und Bad bzw.
Dusche, wo später Haltegriffe angebracht werden sollen
• Zu schmale Gänge und Vorräume
• Zu schmale und schwere Türen, die den nachträglichen Einbau einer
automatisierten Öffnungshilfe erfordern
• Zu schmale/steile Stiegen – dann kann auch kein Treppenlift eingebaut werden
• Keine Leerverrohrung für Hausautomation – aufwendige Stemm- und Verputzarbeiten sind die Folge

Für eventuelle Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und danken Ihnen für Ihr Interesse.
Karl-Heinz Hoffmann – Ihr Partner für sichere und komfortable Raumlösungen.

Link-Hinweis: Unser Dienstleistungsspektrum

Pro Handicap e.U. - Ihre mobile Wohnberatung und Projektsteuerung
Selbstverständlich beinhaltet unser Dienstleistungsspektrum auch die begleitende Hilfestellung zu entsprechenden Förderanträgen.